Grüne Markierung richtig einsetzen

Erstellt von Stephan Busam am 18.07.2021 um 18:15 Uhr

Offenburgs große Stärke war einmal die grüne Markierung zur Kennzeichnung von Radwegen und zur Warnung an Gefahrstellen für den Radverkehr. Dieses Schema hat sich in den Köpfen der Verkehrsteilnehmenden eingebrannt: Grün steht für Radweg. Und genau deshalb stellt die grüne Markierung heute an vielen Stellen einen Mangel dar.
Nämlich immer dann, wenn sie nicht in Zusammenhang mit Radwegen oder der Regelnutzung der Verkehrswege verwendet wird. So dürfte es keine grüne Markierung auf Gehwegen geben, auch nicht, wenn die Gehwege für Radfahrende frei gegeben sind. Diese Markierung suggeriert, dass dort und nicht auf der Fahrbahn Rad zu fahren ist. Regelkonform auf der Fahrbahn Radfahrende werden deshalb angegangen und gefährdet. Beispiele: Rammersweierstraße am alten Ausbesserungswerk/Busdepot und Durbacher Straße ab Waldorf-Kreisel.
Auch an Schutzstreifen hat die grüne Markierung eine nachteilige Wirkung für Radfahrende. Sie verengt optisch den ohnehin schon schmalen Schutzstreifen und erweckt den falschen Eindruck, der Schutzstreifen sei ein echter Fahrstreifen. Erfahrungsgemäß wird dadurch noch enger überholt. Beispiel: Rammersweierstraße.
Meine Forderung: Grüne Markierung nur noch an benutzungspflichtigen Radwegen und Radfahrstreifen aufbringen und überall sonst konsequent entfernen, insbesondere an Gehwegen und Schutzstreifen. Damit wieder gilt: Grün steht für Radweg.

Kommentare (1)

S. Wagner

ID: 874 19.07.2021 11:59

Sehe ich so. Die grünen Streifen sind sehr verwirren, weil sie oft keine Bedeutung mehr haben. Man wollte sich wohl die Kosten für die Entfernung sparen