Fahrradschutzstreifen

Erstellt von Gelöschtes Profil am 16.07.2021 um 10:44 Uhr

Es wäre begrüßenswert, eine Umfrage mit dem Ziel zu starten, wer - seit die Fahrradschutzstreifen eingerichtet wurden - weniger oder gar nicht mehr mit dem Fahrrad fährt. Ich fühle mich auf den Fahrradschutzstreifen nicht sicher und vermisse die Fahrradwege auf den Gehwegen sehr. Da diese Alternative fehlt, ist Fahrradfahren keine Option mehr.

Kommentare (6)

Richard Sieber

ID: 872 19.07.2021 11:52

Ja, so eine Umfrage wäre nötig. Ich würde jedoch fragen, wer dich unsicherer fühlt. Denn sonst könnte herauskommen, das viele diese Streifen Zwecks mangelnder Alternative noch nutzten, aber eben nicht ob sie sich darauf noch sicher fühlen. Ich wäre nämlich so eine Person, die diese zwar nutzt aber eben ungern. Einer der vielen Gründe: Ich hatte auf der Rammersweierer Straße schon das Erlebnis, das mich ein großer rappelnder Autotransporter-LKW (mit den Reifen auf der Linie des Schutzstreifens- also OHNE Abstand) überholt hat (er 30 kmH ich 20, dass kam mir vor wie Minuten). Ein kleiner Schlenker von mir und ....
Und ich konnte durch den Randstein des Fußgängerwegs noch nicht einmal ausweichen. Naja, ich kann es verstehen das man sein Fahrrad irgendwann nicht mehr nutzt, wenn gedacht wird ein paar Striche auf die Straße ersetzen einen echten Fahrradweg.

Helga G.

ID: 870 18.07.2021 22:06

Frau Schön, ich kann das gut verstehen, Nachdem ich 2 mal beinahe von einem LKW 'erwischt' wurde auf dem 'Schutz'streifen in der Rammersweierstr. fahre ich da auch nicht mehr. Mein Tipp aus Großstadtzeiten: Nebenstraßen. Ist manchmal komplizierter, aber viel sicherer.
Radwege muß ich nicht benützen, wenn sie nicht zumutbar sind. Wenn ich hier mein Leben riskiere, denke ich, ist das nicht zumutbar.

Gelöschtes Profil

ID: 882 19.07.2021 17:16

Liebe Helga G. danke für Tipp , aber im Grunde kann es ja nicht der Sinn sein, Radfahrer*innen von den Durchgangsstraßen zu vergraulen. Was spricht dagegen, die Radwege wieder wie zuvor einzurichten? Die Straßenbenutzung bleibt denen, die das mögen, doch unbenommen. Wer die Idee der 'Schutzstreifen' als gut empfindet, ist sicher noch nicht nach Starkregen im Herbst dort gefahren, wenn die Siele, die überfahren werden müssen, mit Laub bedeckt und glatt sind.

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Nico Wiedemann

ID: 858 16.07.2021 17:20

Das Problem sind nicht die Fahrradschutzstreifen, sondern dass die meisten Autofahrer nicht wissen, dass diese frei zu halten sind (auch wenn da gerade kein Fahrradfahrer ist). Die Schutzstreifen sind nur in Ausnahmefällen als Teil der KfZ-Fahrbahn zu verstehen (das steht so auch in der StVO), leider ist aber genau das Gegenteil der Fall. Da hilft meiner Ansicht nach nur eine bessere Schulung (beispielsweise durch Hinweistafeln an vielbefahrenen Straßen mit solchen Schutzstreifen) oder eben die durchgezogene Linie und damit der eindeutigen Kenntlichmachung, dass dieser Bereich nicht für Autos gedacht ist.