Kommune als Vorbild

Nachhaltige Beschaffung

Traditionelle Beschaffungsstellen orientieren sich häufig ausschließlich an Preiskriterien, allerdings muss das nach geltendem Recht nicht das einzige Kriterium bei Ausschreibungen sein. Die nachhaltige Beschaffung berücksichtigt neben den ökonomischen auch ökologische und soziale Kriterien. Das bezieht sich auf alle Bereiche, angefangen bei den Kugelschreibern bis hin zum Essen in der Kantine und Dienstleistungen. Auch hier spielt die kommunale Vorbildfunktion eine Rolle.

Kommentare (12)

Benjamin Tischer

ID: 777 11.05.2021 15:03

Genau so nicht! Es geht nicht nur um Preiskriterien sondern auch um Korruptionsbekämpfung. Je lokaler, desto "ich kenn da einen, der ist voll ökologosch und sozial..." Und um beim oben gewählten Beispiel Kugelschreiber zu bleiben - die Stadt möchte in Erfahrung bringen unter welchen Bedingen (ökölogisch/sozial) dieser spezifische Kugelschreiber gefertigt wurde?

Moderation Klimaschutz

Kommentar der Moderation
ID: 793 12.05.2021 11:34

Sehr geehrter Herr Tischer, mit der Umsetzung dieser Maßnahme würden keine Vergaberechtsvorschriften ausgehebelt werden. Es sollen lediglich die gesetzlichen Möglichkeiten der Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien genutzt werden, indem bspw. Umwelt- und Sozialsiegel eingefordert werden.

Alexander Schäfer

ID: 764 10.05.2021 23:27

Bitte konkretisieren Sie die ökologischen und sozialen Kriterien beim Essen in der Kantine bzw. Catering.
Ich würde darunter an allererster Stelle eine vollwertig pflanzenbasierte Kost verstehen.

- ökologisch, da
1) hierdurch nachweislich die größte Einsparung an CO2 im Bereich Ernährung gelingt,
2) der größte Teil an Flächenverbrauch in der Landwirtschaft und damit Reduktion von Wildnis und Biodiversität der Tierhaltung einschließlich Futtermittelherstellung zu Grunde liegt.

- sozial da
1) die Folgeerkrankungen von übermäßigem Konsum von tierischen Produkten (Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes, Arthrose, Herzinfarkte, Schlaganfälle) überproportional die sozial schlechter gestellte Bevölkerung trifft.

Michael Schimpf

ID: 738 06.05.2021 20:22

Genau, nachdem wir die höchste Steuerbelastung der Welt haben und mit Corona-Lockdowns die Wirtschaft ruiniert und die Kassen geleert haben, soll die Stadt ruhig noch mehr Geld aus dem Fenster werfen.
Wo sind die Vorschläge für eine Gegenfinanzierung?

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Erich Vieser

ID: 732 06.05.2021 17:53

Bei der Gasversorgung kann die Stadt Kundin bei Greenpeace Energy eG werden. Dort kann man Windgas und Biogas beziehen und den Ausbau der Windgasproduktion fördern. Bezieht die Stadt schon 100% Ökostrom? Mobilfunk: Es gibt neuerdings einen klimaneutralen Mobilfunkanbieter (www.wetell.de). Die allgemeine Beschaffung auf CO2-Neutralität umzustellen dürfte nicht schwierig sein.